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„ALBATROS“ Preisträger sind Bora Ćosić (Serbien) und Katharina Wolf – Grießhaber

Der ALBATROS wird im Rahmen eines Festaktes am 25. April 2018 in Bremen übergeben.

Am 8. und 9.12.2007 hat die Medienarchiv Günter Grass Stiftung Bremen die Preisträger des „ALBATROS“ ernannt.

In der Begründung der Jury heißt es:
„Dass Politik das Schicksal ist, trifft auf Bora Ćosić in hohem Masse zu. 1932 in Zagreb geboren, in Belgrad aufgewachsen, hat er 1992 aus Protest gegen das Milošević-Regime seine Heimat Serbien verlassen. Dennoch schreibt er Serbisch und ist einer der wichtigsten serbischen Autoren unserer Zeit und wie kein anderer schildert er die Existenz zwischen den Welten. So in seinem jüngsten Buch „Die Reise nach Alaska“, das keineswegs eine Reise in diese Gegend, sondern in seine alte Heimat zum Gegenstand hat. Ćosić spürt die Spuren des Hasses, des Krieges und der Vernichtung auf, er stellt aber auch die Vielgestaltigkeit dar und die Schönheit einer Stadt wie Sarajewo. Wer dieses Buch, das trotz aller Traurigkeit ein schönes ist, gelesen hat, weiß, wie sehr das Schicksal Südosteuropas unser aller Leben bestimmt hat und bestimmen wird und dass wir auf eine friedliche Lösung der Konflikte dieser Region hoffen müssen.
Die Übersetzung von Katharina Wolf – Grießhaber trifft in herausragender Weise den Ton des literarischen Originals.“

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Aktuelle Ausstellung: „MedienGrass“ – die Rezeption von Werk und Person Günter Grass seit den 50er Jahren bis heute

Dauerausstellung mit Audio- und Videodokumenten und Original-Lithographien, Zeichnungen und Radierungen von Günter Grass.

Zusammen mit der Tagung wurde zum Thema „MedienGrass“ eine Ausstellung im Kulturhaus Stadtwaage, Langenstraße 13, eröffnet. Mit ganz frühen Aufnahmen aus den 50er und 60er Jahren bis heute präsentiert das Archiv an Monitoren und Hörstationen die Debatten um Günter Grass in Features, Interviews und Kommentaren.
Weiterer Bestandteil der Ausstellung ist die bildkünstlerische Auseinandersetzung von Günter Grass mit den öffentlichen Debatten in Zeichnungen, Lithografien und Radierungen. Über die Auseinandersetzung um seine Person hinausreichend, ist die Ausstellung ein Stück Zeitgeschichte in der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland.

Öffnungszeiten der Stadtwaage:

Mo – Fr 10:00 – 14:00 Uhr
Mi / Do 16:00 – 19:00 Uhr

Mit individueller Beratung:
Fr / Sa / So 14:00 – 19:00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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Vortrag „Alfred Döblins Schicksalsreise“

„Alfred Döblins Schicksalsreise“
Ein Vortrag von Wilfried F. Schoeller
Am Mittwoch, den 21. November, 19:00 Uhr,
Stadtwaage, Langenstraße 13 

Alfred Döblin, 1878 – 1957, Psychiater und kassenärztlicher Nervenarzt, ist einer der führenden Vertreter der expressionistischen Literatur. Seine Romane und Erzählungen wie u.a.
„Die Ermordung einer Butterblume“ (1913), „Wallenstein“ (1920) und „Berlin Alexanderplatz“ (1929), gehören zu den beeindruckendsten Werken der deutschen Literatur. Anlässlich des 50. Jahres nach dessen Tod, hat sich Wilfried F. Schoeller erneut mit dem Werk Döblins – den Grass einen seiner „Lehrer“ nennt – auseinandergesetzt.

Wilfried F. Schoeller, geb. 1941, war Verlagslektor in München, leitete und moderierte 30 Jahre lang das TV-Literaturmagazin „Bücher, Bücher“ im Hessischen Rundfunk. Wilfried F. Schoeller ist Generalsekretär des deutschen PEN-Zentrums und Honorarprofessor an der Universität Bremen und Mitglied der ALBATROS – Jury. Wilfried Schoeller lebt heute als Autor und Literaturkritiker in Berlin und in Frankfurt.
Jüngste Veröffentlichungen sind: Diese merkwürdige Zeit. Ein Textbuch aus der „Neuen Zeitung“ (2005), Ernst Litfaß. Der Reklamekönig (2005), Deutschland vor Ort. Geschichten, Mythen, Erinnerungen (2005), Jorge Semprún. Roman der Erinnerung (2006).

 

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Preisverleihung des Wettbewerbs für Schulen: 1000 Euro Zuschuss für eine Klassenfahrt nach Gdansk wurden am 4. Mai vergeben

Bremer Schulklassen und Kurse, die sich im Unterricht mit „Im Krebsgang“, „Mein Jahrhundert“ oder anderen Werken von Günter Grass beschäftigten, waren aufgerufen, sich an dem Wettbewerb der Günter Grass Stiftung Bremen zu beteiligen.

Erwartet wurden eine fundierte und kreative Auseinandersetzung mit einem Text oder mehreren Texten aus „Im Krebsgang“ und „Mein Jahrhundert“ von Günter Grass.
Der 1. Preis war ein Zuschuss in Höhe von 1000 Euro zu einer Klassenfahrt nach Danzig. Beteiligen konnten sich sich Klassen oder Kurse ab der 9. Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch, Kunst, Geschichte und Darstellendes Spiel.

Die Preisverleihung fand am am 4. Mai 2018 in der Kulturkirche St. Stephani um 18.00 Uhr statt.

Die Auszeichnungen gingen an die Freie Evangelische Bekenntnisschule Bremen (FEBB) und an das Gymnasium Obervieland.
Außerdem wurde ein Sonderpreis an die Schülerin Quynh Nguyen des Gymnasiums Obervieland verliehen. Sie hatte sich mit dem Grass-Werk „Mein Jahrhundert“ befasst.

Die Laudatio hielt Elke Kruse für die Jury, der außerdem Regina Dyck und Karin Titgemeyer angehörten. Dabei wurde durch die Jury hervorgehoben, „dass in den ausgezeichneten Arbeiten, eine Installation mit Schreibtisch, Notebook und Hakenkreuz-Davidstern-Tapete und einer Kreidemalerei mit einem Motiv aus dem Untergangsszenario der „Wilhelm Gustloff“, Vergangenheit und Gegenwart zusammen fließen und deutlich machen, dass erst die Auseinandersetzung vor dem Hintergrund der Vergangenheit die Gegenwart verständlich macht“. Bei beiden Arbeiten haben sich die Schülerinnen und Schüler „in intensiver und kreativer Weise von dem Lese-Erlebnis inspirieren lassen“.

Als Begründung für einen Sonderpreis für den Essay „Deutsches Feeling“ an Quynh Nguyen sieht die Jury, dass sich die Schülerin „vor dem historischen Hintergrund des Landes, in dem sie lebt, ihrer eigenen Biografie stellt. Sie setzt sich mit dem Land, in dem sie lebt und dessen Geschichte auseinander, indem sie sich mit den Menschen, die hier leben, beschäftigt“.

Der Wettbewerb der Günter Grass Stiftung Bremen wurde in das „Jahr der Geisteswissenschaften 2018“ in das Projekt „Knochen kommt zum Hund“ aufgenommen. Die Arbeiten werden in der „Langen Nacht der Wissenschaft“ am 14. Oktober in der Universität zu sehen sein. Des Weiteren kommen die Preisträger in den Wettbewerb der Kulturstiftung der Länder „Kinder zum Olymp“.